Bei der Bekämpfung von Einjährigem Berufskraut geht es um folgendes

Dieses Jahr sind es noch ca. 120'000. Da sich diese Pflanze pro Jahr trotz mähen derselben
um mindestens Faktor 11 vermehrt, sind es nächstes Jahr 1'3 Mio, dann 11 Mio. usw. (Faktor
40 pro Jahr übrigens ohne oder zu spähtem Mähen)
 

Berufskraut (Erigeron)

Ohne konsequente Bekämpfung breitet sich das Berufskraut sehr
schnell aus. Dieser invasive Neophyt ist besonders konkurrenzstark
auf mageren Flächen und bei trockenen Bedingungen. Dort sollte
das Berufskraut deshalb sofort ausgerissen werden .

09.Juli Ackerbau - Flurbegehung in Haslen

Das Landwirtschaftsamt organisierte am Montag 09.Juli in Zusammenarbeit mit Lohnunternehmer Andreas Zingg und Alfred Sutter von der Bäckerei Böhli eine Ackerbau-Flurbegehung in Haslen.

Das Programm war vielseitig. Sven Studer vom Saatgutunternehmen KWS stellte ein speziell für das Appenzellerland zusammengestellter Sortenversuch Mais vor. Zusammen mit Andreas Zingg konnte eine Parzelle mit Appenzeller Dinkel besichtigt werden. Alfred Sutter berichtete über den sehr positiven Verkauf von Appenzeller Dinkel Produkten in der Bäckerei Böhli. Daniel Wyss, Verantwortlicher für die Hagelversicherung im Kanton, gab einige Informationen betreffend Abschluss einer möglichen Hagelversicherung bei den Ackerkulturen an die Teilnehmer weiter. Zudem anwesend an diesem Abend waren zwei Vertreter vom Bauernverband Appenzell I.Rh..

Bei einem gemeinsamen Apéro, gesponsert von der Bäckerei Böhli konnte man den Abend gemütlich ausklingen lassen.

Interessierte Landwirte, welche mehr über das Thema Ackerbau im Appenzellerland erfahren wollen, können sich an Rahel Mettler (Landwirtschaftsamt) wenden.

131.Hauptversammlung des Bauernverbandes Appenzell 2019

Grüne Elektrozaun-Torgriffe für Appenzell

Die Hauptversammlung des Bauernverbandes Appenzell verlief ruhig und sachlich. Für den demissionierenden Sepp Fässler nimmt neu Daniel Wyss aus Schwende Einsitz im Vorstand. Guido Buob vom Tourismus Appenzell schenkte den Bauern tausend grüne Elektrozaun-Torgriffe.

Die Traktandenliste liess einen ruhigen Verlauf der Versammlung erwarten. Und so war es auch tatsächlich. Im Restaurant Alpstein in Appenzell versammelten sich am Freitagabend Bauern, Jungbauer mit einem erfolgreichen Ausbildungsabschluss sowie Gäste aus Politik und Verbänden. In seinem Jahresbericht ging Präsident Sepp Koch auf die verschiedenen Aufgaben des Bauernverbandes ein. Neben den Verbandsaufgaben nehmen Vorstandsmitglieder in der Bildungskommission des Lehrstellenverbundes oder des Olma-Beirates Einsitz, vertreten den Kanton in Bern bei der Konferenz der Bauernverbände im Berggebiet. Für verschiedene Gremien wie Schule, Kirche, Bezirk und Grossrat sind Räte zu suchen. «Dieses Jahr sollten 35 Vakanzen in unserem Kanton neu besetzt werden. Wir sind auf der Suche nach bäuerlichen Vertreterinnen und Vertreter», so der Präsident. «Es ist schön, wenn es Leute gibt, die sich für unseren Bauernstand einsetzen.»

 

Erfolgreicher Berufsnachwuchs

«Das Jahr 2018 war geprägt von den drei Stürmen im Januar und dem Sturm Vaia am 30. Oktober, dem sehr warmen und trockenen Frühling, Sommer und Herbst», sagte Sepp Koch im Jahresbericht. Der Schlachtviehmarkt lief bis August sehr gut. Wegen dem Futtermangel gab es im Herbst mehr Schlachtkühe, was auf den Preis drückte. Beim Schweinefleisch ist seit Jahresende eine Erholung des Preises spürbar. «Das sind Auswirkungen der kleineren Produktion ausgelöst durch das Vollspaltenverbot ab September.» Wenig Freude bereitet der Bericht von Avenir-Suisse zur künftigen Landwirtschaft in der Schweiz. Der Jahresbericht sowie die Jahresrechnung mit einem Gewinn von gut 25‘000 Franken wurden diskussionslos genehmigt. Der Verwaltungsratspräsident der Landi Appenzell, Walter Wetter, zeigte sich dankbar über den gelungenen Neubau: «Unser junges Ladenteam hat sich gut eingelebt, das Angebot ist vielfältig.» Noch präsentiert die Jahresrechnung einen Verlust. Doch Walter Wetter ist zuversichtlich, dass die hiesige Landi in etwa fünf Jahren schwarze Zahlen schreibt. Nach neunjähriger Vorstandstätigkeit reichte Beisitzer Sepp Fässler aus Schwende seinen Rücktritt ein. Seine konstruktive Arbeit wurde verdankt. Neu gewählt wurde in Abwesenheit Daniel Wyss ebenfalls von Schwende. Weiter amten im Vorstand: Präsident Sepp Koch, Vicepräsident Walter Mock sowie die Besitzer Pius Neff, Bruno Bischofberger, Bruno Schürpf und Thomas Speck. Der Jahresbeitrag von 50 Franken soll künftig rationeller direkt über das Land- und Forstwirtschaftsdepartement (LFD) eingezogen werden. Sepp Koch erklärte: «Das bedingt, dass jeder Landwirt einen Vertrag mit dem LFD unterschreibt und dieses ermächtigt, den Beitrag einzuziehen.» Die Versammlungsteilnehmer stimmten dieser Neuerung deutlich zu. Auf der Homepage des Bauernverbandes wird ein Tool zur Maschinenvermietung aufgeschaltet. Speziell geehrt wurde der Berufsnachwuchs, welcher erfolgreich eine landwirtschaftliche Lehre oder den Lehrgang als Betriebsleiter Landwirt mit EFA abschloss.

 

Gutes Image

Landeshauptmann Stefan Müller machten einen Blick über die Kantonsgrenze: «Es läuft viel. Es sind verschiedene Themen, die uns beschäftigen.» Das Interesse und Mitspracherecht der Öffentlichkeit an landwirtschaftlichen Themen nehme zu. Die Bevölkerung wolle top Leistungen, zu einem möglichst tiefen Preise. Die Landwirtschaftsbranche sei gefordert, sich in die Denkweise der nicht-landwirtschaftlichen Bevölkerung einzufühlen. «Wir müssen unsere Produkte besser anpreisen und kommunizieren, positive Bilder zeigen», so Stefan Müller. Seit sechs Jahren ist Markus Ritter Präsident des Schweizerischen Bauernverbandes: «Ich habe noch nie eine Zeit mit so vielen politischen Themen erlebt.» Er kam auf die Familienbetriebe, Bundesrat Guy Parmelin oder die Luftreineverordnung zu sprechen. Auch für Ritter ist das positive Image ein wichtiger Grundstein. Nicht immer positiv ist hingegen das Verhältnis zwischen Bauern und Wanderer. «Bei uns reklamieren Wanderer wegen den schlechten Torgriffen. Bauern beklagen sich, dass Zäune offen bleiben», erklärte Guido Buob vom Appenzellerland Tourismus. «Deshalb schenken wir euch Bauern tausend Torgriffe, exklusiv für Appenzell.» Jeder Bauer könne bis fünf Torgriffe beziehen und diese wenn möglich an Wanderwegen montieren. Neben der wiederkehrenden Werbung für Appenzell spielt bei Guido Buob auch der Hintergedanke mit: «E guets get wiede e guets.» Im Anschluss an die Hauptversammlung hielt Thomas Frey, Geschäftsführer der Beratungsstelle für Unfallverhütung in der Landwirtschaft (BUL) ein Kurzreferat.

Claudia Manser



Kontakt

Bauernverband Appenzell

Sepp Koch
Rüeggerstrasse 5
CH- 9108 Gonten

Tel. +41 (0)71 794 15 08

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